Täglich 6 Stunden schreiben: Mein persönlicher Jungbrunnen für geistige Fitness im Alter

Manfred Betzwieser vor seinem PC
Mein persönlicher Jungbrunnen: Jeden Tag aktiv an neuen Geschichten und Beiträgen feilen.

Warum eine kreative Leidenschaft im Ruhestand das Gehirn scharf hält und Erfüllung schenkt!

Wenn mich Bekannte fragen, wie ich meinen Tag im Ruhestand verbringe, muss ich meistens schmunzeln. Die Erwartungshaltung ist oft: ein bisschen Gartenarbeit, Spazierengehen, Zeitung lesen und nachmittags ein Schläfchen.

Meine Realität sieht anders aus: Ich sitze oft bis zu sechs Stunden am Tag vor der Tastatur. Ich recherchiere, erstelle Beiträge für meine Blogs, feile an Buchkapiteln und tauche in neue Themen ein. Und nein – das ist für mich kein Stress oder „Arbeit“ im alten Sinne. Es ist mein persönlicher Jungbrunnen!

Das Gehirn braucht Futter – am besten täglich

Man sagt ja so schön: Wer rastet, der rostet. Das gilt für die Knie und die Hüfte, aber ganz besonders für die grauen Zellen im Kopf.

Als Schriftsteller und Blogger fordere ich meinen Geist jeden Tag aufs Neue heraus:

  • Neugier bleiben: Ein guter Artikel entsteht nur, wenn man sich vorab intensiv mit einer Frage beschäftigt.

  • Struktur schaffen: Gedanken zu ordnen, Texte logisch aufzubauen und verständlich aufzuschreiben ist wie tägliches Gehirnjogging.

  • Ergebnisse sehen: Wenn ein neuer Blogbeitrag online geht oder ein weiteres Buchkapitel steht, bringt das ein unglaubliches Gefühl der Zufriedenheit.

Ob es nun sechs Stunden schreiben sind oder zwei Stunden intensiv am Computer knobeln: Das Gefühl, etwas zu erschaffen, hält lebendig! Und wenn darauf konstruktive Kommentare kommen, ist das wie das Salz in der Suppe und alle Mühe hat sich gelohnt.

Es muss nicht Schreiben sein – die Leidenschaft zählt!

Mir ist natürlich klar: Nicht jeder hat Lust, stundenlang in die Tasten zu hauen oder Bücher zu verfassen. Und das muss auch überhaupt nicht sein!

Die Magie liegt nicht speziell im Schreiben selbst, sondern im Tun. Für den einen ist es die Holzwerkstatt, in der kunstvolle Vogelhäuschen entstehen. Für die andere ist es das nächtelange Ahnenforschung-Recherchieren, das Pflegen eines anspruchsvollen Gartens oder das Malen von Landschaftsbildern.

Das Geheimnis ist schlichtweg ein Hobby, bei dem man die Zeit vergisst, weil man mit Herzblut und Konzentration dabei ist.

Jetzt bist du dran: Was hält dich auf Trab?

Jetzt habe ich viel von meiner eigenen Leidenschaft erzählt – aber mich interessiert vor allem, wie du deine Tage im Ruhestand gestaltest!

Welches Hobby oder welche Leidenschaft lässt bei dir die Zeit wie im Fluge vergehen? Baut ihr, gärtnert ihr, malt ihr, oder entdeckt ihr ganz neue Talente, für die früher im Arbeitsleben nie Zeit war?

Schreib es mir unbedingt unten in die Kommentare! Ich bin extrem gespannt auf deine Geschichten und Erfahrungen – lass uns austauschen!

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Über Manfred Betzwieser 54 Artikel
Autor und Initiator von "Sicher im Ruhestand". Nach vielen aktiven Berufs- und Lebensjahren teile ich hier praxisnahe Ratgeber, fundierte Checklisten und persönliche Inspirationen für einen aktiven, geschützten und selbst bestimmten Ruhestand. Dir gefallen meine Beiträge? Erspare deinen Freunden das digitale Chaos und teile meine Artikel auf WhatsApp oder Facebook!

4 Kommentare

  1. Ich lese sehr viel. Gerne auch immer deine Beiträge. Einiges davon schreibe ich auf und es fließt in Gespräche ein. Seit einigen Monaten trifft sich ein von mir und einem Freund gegründeter Kreis: Praktische Philosophie ist unser Thema. Daraus entwickelte sich ein zweiter Kreis, der monatlich zusammen kommt. Es geht sehr lebhaft, offen und recht anspruchsvoll bei uns zu. Wir fühlen uns bereichert – bis ins Alltägliche hinein spürbar.

    • Liebe Karin,

      vielen Dank für Dein tolles Feedback! Es ist eine große Freude zu lesen, dass meine Beiträge Impulse für Eure Gespräche liefern.

      Euer Philosophie-Kreis ist ein großartiges Beispiel dafür, wie erfüllend und lebendig der Ruhestand sein kann, wenn man geistig aktiv bleibt. Toll, was Ihr da auf die Beine gestellt habt!

      Weiterhin viel Freude in Eurer Runde und liebe Grüße

      Manfred

  2. Ich bin ein 71 Jahre alter Pensionär und müßte nicht mehr arbeiten. Dennoch tue ich es noch immer für mich und andere. Ich bin ein handwerklicher Allrounder. 41 Jahre in einem Rathaus und dabei über 30 Jahre für und mit Pilitikern arbeiten, konnte ich nur überstehen, weil ich mein ganzes Leben lang, und schon ab meinem 8. Lebensjahr mit meinen Händen gearbeitet habe.
    Nebenbei schreibe ich gerne. Wortreiche Kommentare im Internet.

    Handschruftliche Briefe und wichtige Texte, welche ich für mein neues Leben in Spanien brauche, in deutsch auf Papier, dann in ein Übersetzungsprogramm und dann spanisch per Hand auf Papier. Auf diese Weise verbessere ich mein spanisch. Nebenbei spiele ich Mahjong auf meinem Handy. Ich bin schon so gut, daß ich in der gruppe, in welcver ich spiele, fast stets der Beste bin, wenn ich das möchte.

    Selbst, wenn ich im Ranking ganz weit nach unten gefallen bin und die Tagesspielzeit nicht abgelaufen ist, schaffe ich den Sprung auf den ersten Platz meist in weniger als 30 Minuten.
    Außerdem spiele ich jeden Donnerstag 4 bis 5 Stunden Schafkopf mit netten älteren Herren.
    Ich kann schon sehr lange Skat spielen.
    Mein Freund Wolfgang, ein Bayer, überredete mich vor 2 Jahren, Schafkopf zu lernen.
    Inzwischen gefällt mir Schafkopf besser, als Skat.

    Beim Skat spielt immer einer gegen die anderen.
    Beim Schafkopf gibt es auch Solospiele.
    Bei den meisten, den Sauspielen, spielen 2 zusammen gegen die anderen beiden.

    Das alles hält mich körperlich und geistig fit.

    Ich kann handwerklich die meisten Gleichaltrigen und sogar manch jüngere „noch in die Tasche stecken“.

    Und, wenn ich manchmal noch als 60 bis 65-jähriger „angesehen werde“, tut mir das richtig gut.

    Natürlich bin ich nicht mehr der, ddr ich mit 40 Jahren war.
    Damals gabe ich meine Leistungsgre zen des öfteren mal überschritten.

    Heute tue ich das nicht mehr.

    Früher habe ich Palmen in 10 Meter Höhe geputzt.

    Heute ist bei 5 Metern Schluß.

    Und irgendwann werde ich das ganz sein lassen.

    Für die Zeit in vielleicht 10 Jahren, wenn mein Körper keine schweren körperlichen Arbeiten mehr erledigen möchte, habe ich schon kreative Ideen.

    Zum Beispiel Skulpturen aus Schrott zusammenschweißen.

    Besondere Bilder schaffen.

    Hintergrundlandchaft malen.

    Darauf Fuguren, Tiere oder Gegenstände aus Naturmaterialien aufkleben.

    • Lieber Roland,

      vielen Dank für diesen Einblick in Dein aktives Leben! Es ist absolut beeindruckend, mit wie viel Energie, Tatkraft und Vielseitigkeit Du Deine Tage gestaltest.

      Ob Handwerk, Mahjong, Schafkopf oder das Spanischlernen mit der Hand – Du zeigst eindrucksvoll, wie man Geist und Körper fit hält. Und der Plan, später Skulpturen und Bilder zu schaffen, ist eine tolle Perspektive für die nächsten Jahre.

      Weiterhin viel Erfolg bei all Deinen Projekten und beste Grüße

      Manfred

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