Der Ruhestand ist da, der Wecker schweigt, der Kaffee schmeckt endlich ohne Hektik – und plötzlich wird es morgens im Haus erstaunlich still. Da Kehrmaschine und Rasenmäher auf Dauer kein vollwertiger Ersatz für echte Gesellschaft sind, keimst Du vielleicht auch mit dem Gedanken: Wie wäre es eigentlich mit einem Hund?
Eines vorweg: Ein Hund im Ruhestand ist absolut fantastisch! Aber mal ehrlich – nicht jede Rasse passt automatisch zu jedem Lebensabschnitt. Wenn Du mit 70+ versuchst, einen hochaktiven Australian Shepherd an der Leine zu bändigen, der eigentlich 20 Kilometer am Tag Vieh hüten möchte, wird der entspannte Ruhestand ganz schnell zum ungewollten Extremsport.
Ich habe mir die Sache mal genauer angeschaut und die wichtigsten Vor- und Nachteile sowie die passenden Hunderassen für uns Best-Ager zusammengefasst.
Warum ein Hund im Ruhestand eine großartige Idee ist (Die Vorteile)
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Schluss mit dem inneren Schweinehund: Mal ehrlich, wer geht schon bei Nieselregen oder kühlem Wind freiwillig vor die Tür? Dein Vierbeiner kennt da kein Erbarmen. Er muss raus – und sorgt ganz nebenbei dafür, dass Du täglich in Bewegung bleibst, frische Luft tankst und Deine Gelenke geschmeidig halten musst.
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Der ultimative Kontakt-Garant: Ein Hund an der Leine ist die beste Kontaktbörse der Welt! Wo man früher stumm aneinander vorbeigelaufen wäre, heißt es plötzlich: „Ach, wie alt ist Ihrer denn?“ oder „Das ist aber ein Hübscher!“ Einsamkeit hat mit Hund im Alltag schlichtweg keine Chance.
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Fester Tagesablauf und echtes Leben im Haus: Ein Hund bringt wieder Rhythmus und Leben in die Bude. Füttern, Gassi gehen, Kuscheln, Erziehen – Du wirst gebraucht, und das tut der Seele unheimlich gut.
Die ehrliche Kehrseite (Die Nachteile & Vorüberlegungen)
Wo Sonne ist, gibt es natürlich auch Schatten. Bevor die Fellnase einzieht, sollte man ein paar Dinge ganz realistisch durchdenken:
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Bindung für viele Jahre: Ein Hund begleitet Dich hoffentlich 12 bis 15 Jahre. Bist Du bereit, Deine Spontaneität (z. B. lange Schiffs- oder Fernreisen) entsprechend anzupassen?
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Die Kosten-Falle: Hochwertiges Futter, Hundesteuer, Versicherung und vor allem die Tierarztrechnungen im Alter können ins Geld gehen.
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Pflege & Hinterlassenschaften: Jeder Hund muss erzogen werden, verliert Haare und möchte auch bei Schnee und Regen betreut werden. Und ja: Das Aufsammeln der Hinterlassenschaften gehört ungefiltert dazu.
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Der Plan B: Was passiert, wenn man selbst mal ins Krankenhaus muss oder die Kräfte nachlassen? Ein verlässlicher Plan B in der Familie oder im Freundeskreis ist absolute Pflicht.
Welcher Hund passt zu welchem Ruheständler?
1. Die gemütlichen Zwerge (Malteser, Bolonka Zwetna, Havaneser, Mops)
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Ideal für: Alle, die es gerne überschaubar und verschmust mögen.
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Warum passt das? Sie sind leicht (lassen sich im Zweifel problemlos tragen oder im Bus mitnehmen), brauchen zwar regelmäßigen Auslauf, aber keine dreistündigen Gewalttouren durchs Hochgebirge. Zudem sind sie extrem anhänglich und freundlich.
2. Die kompakten Allrounder (Zwergpudel, Cavalier King Charles Spaniel, Kromfohrländer)
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Ideal für: Active Seniors, die viel draußen unterwegs sind, aber keinen Riesen an der Leine führen wollen.
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Warum passt das? Der Pudel haart kaum und ist extrem schlau. Der Cavalier ist der geborene Sanftmütige. Beide Rassen lernen schnell und verzeihen auch kleine Erziehungsfehler.
3. Der Geheimtipp: Der Senior aus dem Tierheim
Es muss keineswegs immer ein kleiner Welpe sein! Ein junger Hund fordert in den ersten Monaten Nerven wie Drahtseile (Stubenreinheit, schlaflose Nächte, Knabberattacken). Ein älterer Hund aus dem Tierschutz kennt das Einmaleins des Hundelebens oft schon, ist gelassener und freut sich unendlich über ein ruhiges, liebevolles Zuhause.
💡 Buch-Tipp für die Lese-Ecke:
Du willst dich noch tiefer einlesen, wie das Leben mit einer „grauen Schnauze“ aussieht?
📖 Hier geht’s zum Buch „Hundesenioren“ von Martin Rütter
Mein Ergebnis
Ein Hund im Ruhestand ist ein wunderbares Geschenk und hält Geist und Körper fit. Wichtig ist nur, dass man die eigene Kondition ehrlich einschätzt. Lieber eine Nummer kleiner und ruhiger wählen – dann macht das gemeinsame Erkunden der Welt doppelt Freude! – Der auf dem Titelbild oben ist übrigens mein Freund Jacob. Vor 8 Jahren aus dem Tierheim geholt!
Jetzt seid Ihr dran! 🐾
Habt Ihr bereits einen vierbeinigen Begleiter an Eurer Seite, der Euren Ruhestand auf den Kopf stellt? Oder plant Ihr gerade den Familienzuwachs?
Zeigt her Eure Fellnasen! Postet mir unbedingt ein Bild von Eurem Liebling in die Kommentare bzw. ins Forum – egal ob Rassehund, bunter Tierschutz-Mischling oder Senior-Opa! Ich bin gespannt auf Eure treuen Begleiter!
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Neugierig wie immer …