Schlapp, vergesslich oder Wadenkrämpfe? Warum der Körper ab 60 andere Regeln aufstellt
Hast Du Dich auch schon mal gefragt, warum Dein Körper ab 60 oder 70 plötzlich eigene Regeln aufstellt? Man isst gefühlt genauso wie immer, aber irgendwie fühlt man sich nachmittags schneller wie ein leicht lädiertes Akku-Pack. Die Beine spannen nachts, das Gedächtnis spielt Verstecken und die Motivation verabschiedet sich leise auf die Couch.
Oft denken wir dann: „Tja, man wird halt nicht jünger.“ Aber das ist nur die halbe Wahrheit. Sehr häufig steckt schlicht ein handfester Nährstoffmangel im Alter dahinter. Denn während wir im Ruhestand eigentlich gelassener werden sollten, wird unser Magen-Darm-Trakt mit den Jahren überraschend wählerisch.
Warum unser Körper plötzlich Nährstoff-Geizkragen spielt
Mit den Jahren passiert etwas Vertracktes: Wir verbrauchen weniger Kalorien, weil der Stoffwechsel gemütlicher wird. Unser Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen bleibt jedoch exakt gleich hoch. Noch dazu nimmt der Darm viele Vitalstoffe nicht mehr so gierig auf wie mit 30. Wenn dann noch die eine oder andere Tablette dazukommt – etwa Blutdrucksenker oder Entwässerungsmittel –, verflüchtigen sich die Reserven noch schneller.
Studien zeigen recht deutlich, dass wir Senioren bei einigen Nährstoffen ganz besonders oft im Trockenen sitzen:
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Vitamin D (Der Sonnen-Klassiker): Über 50 % der Älteren haben hier zu niedrige Werte. Die Haut schafft die eigene Produktion über das Sonnenlicht im Alter einfach nicht mehr so mühelos.
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Vitamin B12 (Der Nerven-Treibstoff): Etwa jeder Vierte ab 65 hat zu wenig B12 im Blut. Der Magen bildet oft nicht mehr genug Säure, um das Vitamin sauber aus der Nahrung herauszulösen. Die Folge: Müdigkeit, Schlappheit und ein „nebliger“ Kopf.
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Magnesium & Calcium (Die Knochen- und Muskelmanager): Nährstoffe für feste Knochen und entspannte Muskeln. Fehlt Magnesium, grüßt nachts gern der Wadenkrampf.
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Eisen & Folsäure: Fehlen diese beiden, schleicht sich oft eine unbemerkte Blutarmut ein. Man kommt schneller aus der Puste als gewohnt.
Die häufigsten Mangelerscheinungen im Überblick
Damit Du auf einen Blick siehst, wo ein typischer Nährstoffmangel im Alter entsteht, zeigt diese Übersicht die wichtigsten Daten:
| Nährstoff | Betroffene Senioren (ab 65) | Typische Anzeichen bei Mangel |
| Vitamin D | ca. 52 % | Müdigkeit, schwache Knochen, Infektanfälligkeit |
| Vitamin B12 | ca. 27 % | Konzentrationsprobleme, Kribbeln in den Händen/Füßen, Schlappheit |
| Eisen | ca. 11 % | Blässe, Kurzatmigkeit bei Treppen, ständige Müdigkeit |
| Folsäure | ca. 9 % | Vergesslichkeit, Reizbarkeit, Abgeschlagenheit |
Erst die Diagnose, dann die Abhilfe!
Sich jetzt auf Verdacht einen brennglasgroßen Multivitamin-Cocktail aus dem Supermarkt einzuverleiben, bringt meistens wenig – außer einem teuren Urin. Zudem ist der aufgedruckte Inhalt oft nicht lesbar. Hier empfiehlt sich eine praktische Lesehilfe für Kleingedrucktes auf Lebensmittelverpackungen. Welcher Nährstoff Dir individuell fehlt, lässt sich am besten über ein einfaches Blutbild beim Hausarzt feststellen.
Wie Du diesen Nährstoffmangel im Alltag gezielt, lecker und ohne Pillen-Armada wieder ausgleichen kannst, zeige ich Dir im nächsten Beitrag!
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