Wie man verhindert, dass die Ersparnisse komplett in der Apotheke landen!
Der alte französische Philosoph Voltaire war bekannt für seinen scharfen Verstand – und leider auch dafür, dass er den Nagel manchmal schmerzhaft auf den Kopf traf. Er schrieb einmal einen Satz, den man sich eigentlich in goldenen Buchstaben über den Küchentisch hängen müsste:
„In der ersten Hälfte unseres Lebens opfern wir unsere Gesundheit, um Geld zu erwerben; in der zweiten Hälfte opfern wir unser Geld, um die Gesundheit wiederzuerlangen. Und während dieser Zeit gehen Gesundheit und Leben von dannen.“
Puh. Das sitzt.
Wer mit 65+ die Arbeitswelt hinter sich lässt, blickt oft genau auf diese Bilanz: Jahrzehntelang hat man Schicht geschoben, Termine eingehalten, Stress heruntergeschluckt und Überstunden angesammelt, um fürs Alter ein schönes Polster anzusparen. Und kaum ist der Ruhestand da, wird das hart erarbeitete Geld plötzlich in Monatsrationen zur Apotheke getragen.
Die gute Nachricht ist: Wir müssen Voltaire nicht recht geben!
Man kann das berühmte „Voltaire-Dilemma“ nämlich mit ein paar ganz einfachen Kniffen, etwas Grips und einer kräftigen Dosis Humor aushebeln. Hier sind drei Wege, wie Ihre Ersparnisse im Ruhestand dort bleiben, wo sie hingehören – auf Ihrem Konto und für Ihre Lebensfreude!
1. Vorsorge statt Nachsorge: Die günstigste Medizin kostet fast nichts
Die Pharmaindustrie lebt hervorragend von bunten Kapseln, die uns Linderung versprechen. Aber die wirksamsten Gegenmittel für die häufigsten Zipperlein im Alter stehen in keinem Arzneibuch – und kosten keinen einzigen Cent Zuzahlung:
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Tägliche Bewegung: Sie müssen keinen Marathon mehr laufen (Gott bewahre!). Ein täglicher, strammer Spaziergang von 30 Minuten schmiert die Gelenke, senkt den Blutdruck und hält das Herz auf Trab. „Sie brauchen keinen teuren Fitnesstrainer: Ein einfaches Schrittzähler-Armband motiviert täglich zu den magischen 6.000 Schritten.“*
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Lachen & Geselligkeit: Wer herzhaft lacht, senkt nachweislich seine Stresshormone. Treffen Sie Freunde, erzählen Sie Witze und nehmen Sie den Alltag nicht zu ernst. Das stärkt das Immunsystem besser als manches Vitaminpräparat.
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Guter Schlaf & echtes Essen: Frisch gekocht schmeckt nicht nur besser als die Fertigsuppe, sondern spart auf lange Sicht Unmengen an Cholesterinsenkern.
2. Der Apotheken-Check: Braucht man das wirklich alles?
Wenn man im Alter von Facharzt zu Facharzt pendelt, passiert es schnell: Der eine verschreibt Pille A, der nächste Pille B, und gegen die Nebenwirkungen von A und B gibt es Pille C. Am Ende verlässt man die Apotheke mit einer Plastiktüte voller Schachteln und einer Quittung, die wie die Telefonnummer von Tante Erna aussieht.
Mein Tipp: Machen Sie einmal im Jahr eine sogenannte Medikationsanalyse. Setzen Sie sich mit Ihrem Hausarzt oder Apotheker Ihres Vertrauens zusammen und gehen Sie die Liste durch. Oft stellen Fachleute fest, dass sich Präparate überschneiden oder längst abgesetzt werden können. Das schont nicht nur den Geldbeutel, sondern vor allem die Leber!
„Tipp für mehr Übersicht auf dem Nachttisch: Statt Pappschachtel-Chaos sorgt eine kompakte 7-Tage-Pillenbox für Ordnung im Alltag.“*
3. Investieren Sie lieber in Erlebnisse als in Wundermittel
Lassen Sie sich auf Kaffeefahrten oder in Werbespots keine teuren „Wundermittel“ aufschwatzen. Es gibt keine Pille, die uns über Nacht wieder 25 Jahre alt macht – und das ist auch gut so! (Wer möchte schon freiwillig noch einmal Liebeskummer mit 18 durchmachen?)
Wenn Sie Geld ausgeben wollen, investieren Sie es in Dinge, die Ihre Seele füttern:
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Ein schöner Ausflug an die frische Luft.
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Ein gutes Buch oder ein Treffen mit lieben Menschen.
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Ein entspanntes Essen in schöner Runde.
Seelische Zufriedenheit ist der beste Puffer gegen das Altwerden. Wer das Leben genießt, vergisst ganz automatisch, wo es vorhin noch leicht gezwickt hat.
Fazit: Zeigen wir Voltaire die kalte Schulter!
Ja, die erste Hälfte des Lebens ist gelaufen – da haben wir geschuftet. Aber in der zweiten Hälfte lassen wir uns weder die Ersparnisse aus der Tasche ziehen noch die Laune verderben!
Gesundheit im Ruhestand bedeutet nicht, die Werte eines 20-jährigen Spitzensportlers im Blutbild zu haben. Gesundheit heißt, morgens aufzustehen, das Leben zu umarmen, die eigenen Grenzen zu akzeptieren – und das Ersparte für das zu nutzen, wofür es gedacht war: Für eine richtig schöne Zeit!
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